Frohe Weihnachten - isc-finger.de © ISC Finger

Was mache ich denn jetzt damit?

Diese Frage stellte 8 Wochen nach Weihnachten mein ganzes Weihnachtsfest in Frage.

Weihnachten war und ist für mich schon immer ein schönes Fest, mit der Familie kochen, essen, zusammensitzen, spielen, quatschen, Spaß haben und natürlich Geschenke auspacken.

Meine Familie besteht mit mir aus 6 Personen, 2 Söhne, 2 Schwiegertöchter, ein Enkelkind und ich.

Für die Vorbereitung nehme ich mir immer gerne Zeit. Plane schon einige Wochen im Voraus wie ich die Geldgeschenke dieses Jahr in Szene setze, damit es auch wie eine Überraschung rüberkommt. Plane mit allen das gemeinsame Essen, wobei die Rinderrouladen meistens gesetzt sind und dann noch was Besonderes dazu kommt.  Das Besondere bereitet mein jüngster Sohn vor, der als Koch in der Familie schon einen exklusiven Platz einnimmt.

In diesem Jahr haben wir auf die Rouladen verzichten und so war der zeitliche Anteil meiner Leistung ziemlich eingekürzt, was mich dazu brachte, mich mehr auf die Tischdekoration zu stürzen.

Ich kaufte eine neue weihnachtliche Tischdecke, die völlig unnötig war, aber wenn schon denn schon. Das weiße Geschirr passt immer und die Servietten habe ich natürlich mit der Tischdecke abgestimmt. Aber es fehlte noch was, so Kleinigkeiten, die jeder für sich an seinem Platz dann auch mitnehmen kann.

Für Gemüse, Kartoffeln, Salat und Nachspeise machte ich mich auf den Weg in den Supermarkt, um gleichzeitig noch nach etwas Ausschau zu halten, was sich für die Tischdeko eignen würde.

Am Lindt- Stand sah ich in einem kleinen Papierhaus ein Weihnachtsmännchen aus dem Schornstein gucken und im Haus befanden sich 10 kleine Minischokokugeln, und wenn ich Männchen sage, dann meine ich auch sehr klein. Der Preis übertraf an der Stelle natürlich alles. 4,99 Euro pro Stück bei einem Kilopreis von 83,17 Euro, mal 6 Personen?

„Nee, das mache ich nicht. Aber es wäre auf jeden Fall schön und es sind ja meine Kinder, also stell dich nicht so an“, quatschte mir meine innere Stimme ins Mutterherz. Na gut, kein Problem, ab in den Einkaufswagen.

Schokolade - isc-finger.de © ISC Finger

Zuhause habe ich alles in den Schrank geräumt, da es ja noch nicht so weit war, dass ich den Tisch für das gemeinsame Weihnachtsessen eindecken musste.

Es war ein wirklich gelungenes Weihnachtsfest. Das Essen war hervorragend, die Stimmung war großartig, die Geschenke kamen wieder mega an und der Spieleabend ging bis spät in die Nacht. Auch die Tischdecke fand ihre Bewunderung.

Als alle weg waren habe ich noch aufgeräumt, so als wäre nichts gewesen. Das hilft mir immer dabei, nach der schönen gemeinsamen Zeit, wieder allein zu sein.

Glücklich und zufrieden ging ich ins Bett.

6 Wochen später, heute, finde ich meine Weihnachtsdeko im Schrank. 6 Überteuerte Weihnachtshäuschen mit einem Nikolaus im Schornstein und 10 Minischokokugeln im Haus, haltbar bis März 2026.



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