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„V“ – Veränderung zu mehr Freiheit

by Frank Seifert.

„V“ – Veränderung zu mehr Freiheit

© De Vries

Fast am Ende des Coaching ABC angekommen geht es heute um einen sehr grundlegenden Begriff aus dem Coaching beziehungsweise aus der Psychotherapie – nämlich der Veränderung. Wie aus einer Raupe ein wunderschöner Schmetterling wird ist sehr faszinierend zu beobachten. Diese umfassende Wandlung ist in der Therapie oder im Coaching manchmal ein langer und durchaus schmerzhafter Prozess. Das Ziel, im übertragenen Sinne frei wie ein Schmetterling zu sein und einfach wegfliegen zu können – vielleicht metaphorisch ausgedrückt das höchste Ziel von psychischer Veränderungsarbeit!?

Praxisorientierte Intervention

Zielsetzung eines jeden Coachings ist es, positive Veränderungen hinsichtlich des zuvor definierten Problems herbeizuführen. Der Coach oder auch der Psychologe setzt dabei unterschiedliche Mittel der Intervention ein. Die Veränderung des psychologischen Gegenstandes ist dabei in ihrer Anwendung sehr praxisorientiert (mehr dazu unter http://lexikon.stangl.eu/10697/veraenderung/).

Veränderungsarten

Grundsätzlich unterscheidet die Wissenschaft drei Veränderungsarten: 1. die Korrektur, 2. die Optimierung und 3. die Prävention. Bei der Korrektur soll ein bestimmter Zustand beseitigt werden. Hier sind vor allem die Behandlungen psychischer Erkrankungen wie beispielsweise Depression gemeint. Im Coaching Kontext geht es in erster Linie um die Korrektur mentaler Hemmnisse wie durch Phobien. Bei der Optimierung ist die Ausrichtung auf ein bestimmtes Ziel oder ein Ideal Gegenstand der Interventionen. Ein klassisches Beispiel für diese Veränderungsarbeit ist die Erziehung und das Training. Fertigkeiten beziehungsweise Fähigkeiten werden so systematisch vermittelt und erlernt. Die Prävention hat zum Ziel, potenziell negative Folgen eines Verhaltens zu verhindern bevor diese auftreten. Im Arbeitskontext wird derzeit viel über wirksame Maßnahmen zur Prävention vor dem sogenannten Burnout diskutiert und was man selbst dagegen tun kann (mehr dazu unter http://www.netdoktor.de/krankheiten/burnout/praevention/).

Zielsetzungen im Coaching

Das Herbeiführen einer Veränderung und die unterschiedliche Zielsetzung dabei wird in der Wissenschaft durchaus kontrovers diskutiert. Zielsetzungen entstehen oft in einem sozialen Kontext. Hinzu kommen persönliche Präferenzen und Persönlichkeitseigenschaften des Therapeuten. Im Coaching bestimmt im Idealfall der Klient die Ziele des Prozesses selbst. Der Coach ist lediglich für den Prozess – und die Auswahl der eingesetzten Tools verantwortlich. Jedoch ist es auch Aufgabe des Coaches sich selbst und die angewandten Methoden immer wieder zu hinterfragen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Veränderung wirklich vom Klienten selbst kommt.

Was hat die größte Veränderung in Ihrem leben hervorgerufen? Ist Ihrer Meinung nach Veränderung grundsätzlich (nur begrenzt) möglich? Was braucht es vor allem dafür?