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„T“ – Täter (und wie sie ihre Opfer finden)

by Frank Seifert.

„T“ – Täter (und wie sie ihre Opfer finden)

© De Vries

Der Begriff des Täters ist vor allem in der Rechtsprechung – aber auch in der alltäglichen Sprache ein zentraler – und vor allem negativ besetzter Begriff (mehr dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/Täter). Jemand wird als Täter oder Täterin bezeichnet, wenn er oder sie etwas Unrechtes getan hat, also gegen geltende Gesetze und Normen verstoßen hat.

Schuldfähigkeit

Im Allgemeinen wird die Höhe der Sanktionen per Gesetz für die begangenen Taten an der Schuldfähigkeit des Täters beziehungsweise an der Schwere der Tat bemessen. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass ein Täter für seine Taten unter bestimmten Umständen nicht verantwortlich gemacht werden kann. Unter Philosophen und Hirnforschern ist man sich nicht ganz einig, ob der Mensch prinzipiell über einen freien Willen verfügt oder ob er eine Marionette seiner Hirn-Impulse – beziehungsweise nur eine Opfer der Umstände ist (mehr dazu unter (http://www.spiegel.de/spiegel/a-336006.html).

Opferverhalten

Kein Täter ohne Opfer. Im alltäglichen Gebrauch geht man davon aus das ein Opfer grundsätzlich ohne eigenes aktives Zutun zum Opfer eines Täters wird. Psychologen haben allerdings herausgefunden, dass es prädestinierte Opfer gibt, die bestimmte Signale aussenden und Täter somit anziehen: So wie der Löwe sich das schwächste Tier der Herde sucht, so sucht sich der „Täter“ sein „Opfer“. Das Opfer ist also nicht immer völlig unbeteiligt daran, wenn es zum Opfer einer Tat wird. Diese Zusammenhänge laufen aber in der Regel unbewusst ab und sind nicht gezielt willentlich vom potenziellen Opfers herbei geführt.

Schutzmaßnahmen

Gegenüber Tätern können sich Menschen am besten schützen wenn sie das typische Opferverhalten ablegen und eine selbstbewusste innere Haltung erlangen beziehungsweise lernen Grenzen zu setzen. Kurse in Selbstverteidigung sind nur insofern wirkungsvolle Schutzmaßnahmen, wenn sie regelmäßig und über einen längeren Zeitraum intensiv trainiert werden. Außerdem verleiten die gelernten Selbstverteidigungstechniken manchmal dazu, sich selbst zu überschätzen und zu große Risiken einzugehen.

Täter waren selbst Opfer

Nicht selten sind Täter in ihrem Leben selbst Opfer gewesen. Insbesondere bei Sexualstraftätern beobachten Psychologen oft diesen Zusammenhang. Insbesondere Männer, die als Kinder missbraucht wurden, werden später als Erwachsene häufig zu Tätern (mehr dazu unter http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/632313/sexueller-missbrauch-opfern-oft-taeter.html).

Waren Sie häufiger Opfer eines Täters? Ist es für Sie reiner Zufall, wie Täter ihre Opfer aussuchen? Wie schützt man sich Ihrer Meinung nach am besten vor Tätern?