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Ausbildung: Systemisches Coaching, Kommunikation und Konfliktmanagement

Im systemischen Coaching betrachtet man immer die Interaktion im betreffenden System. Der Coach ist also ein Prozessbegleiter, der durch verschiedene systemische Interventionen, zum Beispiel in Form von zirkulärer Fragestellungen, Metaphern und professionellem Feedback, den Klienten dabei unterstützt, seine individuell passende Lösung zu finden. Der Klient ist dabei der Experte für seine Probleme und Lösungen. Coaching heißt Hilfe zur Selbsthilfe. Das ISC-Finger bietet hier eine einjährige Ausbildung, in deren Rahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Grundlagen der Kommunikation sowie die Tools und Techniken des systemischen Coachings theoretisch und praktisch in 7 Einheiten zu je 4 Ausbildungstagen erlernen.

Ziel des Coachings

Das Grundziel des Coachings ist die Förderung von Selbst-Verantwortung, Selbst-Wahrnehmung und Selbst-Bewusstsein. Das Coaching hilft dabei, dass die Fähigkeiten und Kenntnisse des Klienten bestmöglich eingesetzt werden, damit neue Wahlmöglichkeiten erkannt und umgesetzt werden können.

Das Hauptziel des Coachings ist somit, die Wahrnehmung, das Erleben und das Verhalten beim Klienten zu erweitern. Menschliche Kommunikation zu verstehen, zu erlernen und zu trainieren und die Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern ist ein vielschichtiges und bedeutendes Thema des Coachings und erstrebenswert für jedes menschliche Zusammensein.

Ein Coaching zeichnet sich dadurch aus, dass der Coach ein neutraler Gesprächs- und Interaktionspartner ist, der seinem Klienten den Prozess der individuellen Entwicklung eröffnet, erleichtert und diesen begleitet. Da im systemischen Coaching immer der Klient im Zusammenhang mit seinem Umfeld zu sehen ist, wird diesem sehr schnell deutlich, welchen Anteil er in diesem Umfeld einnimmt.

Durch diese Klärung wird dem Klienten bewusst, welche Veränderung er selber herbeiführen muss, um seine Situation zum Positiven zu wenden. Ebenfalls ist zu erkennen, wie sich der Klient in unerwünschte Situationen hineinbringt und somit kann er ab sofort sein Reaktionsmuster stoppen und eine neue bewusste Entscheidung treffen. Dies lässt sich ebenfalls auf alle Bereiche des Lebens übertragen, sowohl privat wie auch in allen beruflichen Tätigkeitsbereichen.

Anwendungsbereiche des Coachings

Coaching spricht alle Bereiche des Lebens an: berufliche, wie Management, Vertrieb, Sport, Gesundheit, wie auch Bereiche des persönlichen Lebens. Durch die Anregung des Experten (Coach) werden die Handlungen im realen Umfeld reflektiert und gemeinsam mit dem Klienten nach neuen Handlungsalternativen gesucht.

Ein weiteres Feld ist die Fähigkeit mit Konflikten konstruktiv umzugehen und sie effektiv lösen zu lernen. Coaching fördert insgesamt die Kommunikationsfähigkeit. Führungsqualitäten zeichnen sich durch gute Kommunikationsfähigkeit, sowie durch Kompetenz im Beziehungs- und Konfliktmanagement aus.

Zielgruppe

Die Ausbildung zum systemischen Coach richtet sich an Führungskräfte, Selbstständige und jene die eine Selbstständigkeit anstreben. Persönliche Weiterentwickelung , eine intensive Erfahrung und Klärung der eigenen Struktur und Persönlichkeit bietet im beruflichen Kontext eine Bereicherung im Umgang mit Mitarbeitern, unterstützt die Führungsqualität und bietet weiterhin wertvolle Tools in der systemischen Arbeit. Die Bereitschaft sich zu reflektieren und sich weiterentwickeln zu wollen ist Voraussetzung für die Schaffung von Coachingkompetenz.

Diese Ausbildung ist auch für jene Personen, die sich speziell mit den Themen Gewalt, Aggression und Konflikten in ihrem alltäglichen Berufsleben auseinandersetzen müssen.

Im Anschluss an die Ausbildung haben Sie auch die Möglichkeit eigene Kurse und Seminare durchzuführen oder in eigener Praxis tätig zu werden. Die Ausbildung kann eine Ergänzung und Unterstützung einer bereits vorhandenen Ausbildung sein.

Grundlagen der Kommunikation

Die Grundlage der Kommunikation, das was ich glaube zu sehen, zu wissen und zu sein, ist der Einstieg in diese Ausbildung. Die Erfahrung zu machen, dass nichts von dem, was ich glaube zu sehen, zu wissen und zu sein, mit dem was tatsächlich ist, übereinstimmen muss.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit
Paul Watzlawick

Das Auftreten, die Körpersprache, die Mimik, die Gestik, der Blick signalisiert sehr oft ein anderes Bild von dem was eigentlich gewollt oder gemeint ist. Dieses Phänomen der Körpersprache liegt darin begründet, dass die Haltung mit dem Gesagten übereinstimmen muss, damit es glaubhaft und eindeutig ist. Solange die Haltung nicht bewusst ist, folgt oftmals Reaktion auf Aktion und dies hat meistens Missverständnisse oder Konflikte zur Folge.

Wer verhindern will, dass es zu eskalierenden Situationen kommt, muss zunächst erkennen können, worum es in der Situation gerade geht.  In der Ausbildung werden das Wissen und die Tools vermittelt, wie man  Konfliktsituationen erkennt, um sie im nächsten Schritt handlungsfähig zu deeskalieren.

Ebenso wird Kommunikation geprägt aus der Sicht der Dinge, so wie die Welt vom Einzelnen gesehen und verstanden wird. Vorhandene Überzeugungen und Glaubenssätze, so wie die Welt zu sein scheint, engen ein und lassen nur Bewertung und Verurteilung oder ein Richtig und Falsch zu. Diese Erfahrung bringt ganz überraschende Erkenntnisse und ein besseres Verständnis für jedes menschliche Miteinander.

Der Mensch ist nicht, sondern er verhält sich. Darum ist ein professionelles, aufrichtiges und ehrliches Verhaltenscoaching der Weg zur Bewusstheit, zu individuellem Wachstum und zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Jeder trägt die Verantwortung für das was geschieht. Die Wahl zu haben bedeutet Bewusst zu sein!

Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen, deshalb erkennen wir so wenig.
Jean Giono

Menschen bewegen sich oft im Kreislauf der Wiederholungen, tun das was sie schon immer getan haben, obwohl sie sich vorgenommen haben beim nächsten Mal alles anders zu machen. Warum dies so ist liegt an bestimmten Strukturen, die nicht bewusst, aber gezielt und gekonnt immer wieder eingesetzt werden. Der Grund dafür sind die “geistigen Barrieren”, die Basis des Denkens, Fühlens und Wollens. Sich miteinander zu verständigen fällt vielen Menschen schwer, wenn sie sich ungerecht behandelt, beschuldigt oder nicht ernst genommen fühlen. Sie reagieren daraus folgend mit einem Gegenangriff, Rechtfertigung oder innerem Rückzug.

Da hinter jedem Konflikt ein unbefriedigtes Bedürfnis liegt ist es wichtig zu lernen, Gefühle und Wünsche, sowie Bedürfnisse zu äußern, ohne den Anderen anzugreifen. Friedvolles Kommunizieren kann Beziehungen verschiedener Art konstruktiv und positiv gestalten. Dabei ist das oberste Gebot dem Gesprächspartner mit Verständnis, Achtung und Wertschätzung zu begegnen, Erwartungen aufzugeben und auch in Stresssituationen bei der Kommunikation in der Gegenwart zu sein.

Die Leute streiten im Allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können.
Gilbert Keith Chesterton

Ein besonderes Element ist die emotionale Intelligenz. Emotional intelligente Menschen können aktiv Zuhören und akzeptieren ihre Mitmenschen so wie sie sind. Sie verfügen über Führungsqualitäten, kommen gut mit ihrem Partner und der Familie klar und sind konfliktfähig. Sie kommen mit sich und anderen gut aus. Sie pflegen tiefgehende Freundschaften und sorgen auch gut für sich selbst. Sie sind deshalb zufrieden und ausgeglichen. Die Elemente der emotionalen Intelligenz, wie Selbstbewusstheit, Selbststeuerung, Motivation, Mitgefühl, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit werden den Inhalt dieser Ausbildung begleiten.

Die inneren Dialoge (Kommunikation) und die inneren Konflikte, zu erkennen und zu verstehen, ist eine große Herausforderung zu mehr Klarheit und Selbsteinschätzung. Die Angst, abgelehnt, verletzt, nicht verstanden zu werden, die Anerkennung anderer zu verlieren oder vor anderen nicht bestehen zu können ist der Grund, der Menschen veranlasst sich zu “tarnen”. Jedoch sind es nicht die Mitmenschen oder Situationen die dazu führen, sondern meistens eigene Anteile und Strukturen, die in uns selbst noch nicht geklärt sind. Der Weg zur persönlichen Entwicklung bedeutet authentisch, frei von Erwartungen sein, mehr persönliche Kraft haben, seelisch lebendiger, selbstbestimmter sein, in ehrlicher und tiefer Beziehung mit sich und anderen stehen.

Inhalte der Ausbildung

Dem Ausbildungskonzept liegen jahrelange Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu Grunde. Es beinhaltet alle Elemente des systemischen Coachings. Darüber hinaus beinhaltet die Ausbildung die Bereiche Umgang mit Aggression, Konfliktmanagement und Gewaltprävention. Die Ausbildung ist praxisorientiert ausgerichtet. Die praktische Erfahrung gibt Ihnen die Möglichkeit, sich und die Anderen besser zu verstehen.

Wir alle brauchen ein Feedback (Rückmeldung) darüber, wie wir als Mensch gesehen und wie wir wahrgenommen werden. Um dies zu trainieren bietet die Ausbildung Raum und Gelegenheit. Das Wichtigste dabei ist, die wertfreie, ehrliche Rückmeldung des Beobachteten, damit Veränderungsprozesse möglich werden.

Zu den theoretischen Inhalten erfahren Sie ebenfalls ein praktisches Training und den Aufbau und die Durchführung von Interaktionsübungen. Sie werden sich während dieser Ausbildung ganz neu entdecken und mit viel Spaß und Freude sich und Ihrer Umwelt neu begegnen können. Ein Coach muss den Mut haben, sich anzuschauen was sich zeigt, auszusprechen was er beobachtet und dem Beteiligten die Veränderungsprozesse auch zumuten.

  • Grundlagen der Kommunikation
  • Konfliktmanagement
    • Strukturen der nonverbalen Kommunikation
    • Verständnis von Aggression und Gewalt
    • Umgang mit Konflikten, Wut und Ärger
    • Innere Konflikte erkennen und verstehen
    • Fähigkeit zur gewaltfreien, effektiven Kommunikation entwickeln
    • Identifizierung von Eskalations- und Deeskalationssignalen
  • Selbstbild
    • Wie wirke ich auf andere
    • Altes abschließen, Neues beginnen
    • Lösen von unbewussten Zwängen
    • Schöpfer des eigenen Lebens werden
  • Wahrnehmungskompetenzen erweitern
    • Verhaltensmuster und Glaubenssätze
    • Die Sicht der Dinge, Basis des Denkens, Fühlens und Wollens
    • Wahrheit und Erfahrung
    • Geistige Barrieren überwinden
  • Wie erreiche ich den Anderen
    • Rapport und Feedback
    • Repräsentationsmodelle
    • Aktives Hören und Fühlen
  • Gesprächsführung
    • Die Sprache des Unbewussten
    • Metamodell der Sprache
    • Klientenzentrierte Gesprächsführung
  • Coachingtools
    • Systemische Fragenstellungen
    • Verhaltenscoaching
    • Mediation und systemische Konfliktlösung erkennen und entwickeln
    • Metaphern
    • Strukturaufstellung
    • Arbeit mit dem Inneren Team
    • Wahrnehmung und Identifiezierung verschiedener Rollen
    • Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen in Gruppen und zwischen Einzelpersonen
    • Vasco da Gama Strategie
  • Stressmanagement
  • Medienkommunikation
  • Selbsterfahrung
    • Projektion / Übertragung
  • Praktisches Training
  • Präsentation

Bei einer Aufführung einer Tragödie ist nicht die Bühne tragisch, sondern das Stück.
Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dalke

Termine

Wer sich für die Ausbildung interessiert und weitere Informationen benötigt, den laden wir herzlich zu einem persönlichen Gespräch ein. Anfrage bitte unter info@isc-finger.de

Dauer: 7 Einheiten über 12 Monate
Zeitliche Gestaltung aller Einheiten:

  • Donnerstag von 14.00 – 19.00 Uhr
  • Freitag und Samstag von 10.00 – 19.00 Uhr
  • Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr

Prüfung:
Sa 09. und So 10. März 2019

Ausbildungseinheiten:
1. Einheit: 25. – 28. Januar 2018
2. Einheit: 15. – 18. März 2018
3. Einheit: 03. – 06. Mai 2018
4. Einheit: 12. – 15. Juli 2018
5. Einheit: 13. – 16. September 2018
6. Einheit: 15. – 18. November 2018
7. Einheit: 10. – 13. Januar 2019

Investition

4700 Euro
4935 Euro bei Ratenzahlung von 14 Monatsraten á 352,50 Euro

Laut § 4 Nr.21 ist die Gebühr umsatzsteuerfrei

Sonstiges

  • Vor Beginn findet ein kostenloser Infoabend statt oder ein persönliches Einzelgespräch
  • Alle Einheiten bauen aufeinander auf
  • Der komplette theoretische Ausbildungsinhalt wird praktisch umgesetzt
  • Sie können bereits während der Ausbildung die Umsetzung trainieren
  • Eigene Defizite können aufgegriffen und bearbeitet werden
  • Sie erhalten zu jeder Einheit umfangreiche Ausbildungsunterlagen
  • Prüfung mit Diplom möglich
  • Gruppenstärke mindestens 4 und maximal 8 Teilnehmer-/Innen

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