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„S“ – Stressreaktionen auf vier Ebenen

by Frank Seifert.

„S“ – Stressreaktionen auf vier Ebenen

© De Vries

Stress ist zum alltäglichen Zustand für viele Menschen geworden. Wir sind gestresst von den Kindern, auf der Arbeit und sogar in der Freizeit (Stichwort „Freizeitstress“). Stress ist scheinbar allgegenwärtig. Wie zeigt sich innerlich und äußerlich Stress? Die Wissenschaft unterscheidet vier Ebenen der Stressreaktionen (mehr dazu unter http://www.focus.de/finanzen/news/folgen-fuer-die-gesundheit-die-vier-ebenen-der-stressreaktion_aid_1149777.html).

Kognitive Ebene

Auf der kognitiven Ebene, also in der Gedankenwelt, zeigt sich Stress durch unsere innere Stimme die beispielsweise „Pass auf!“ oder „ Das schaffe ich nie“ etc. zu uns selbst sagt. Menschen haben auch oft eine „Leere im Kopf“ und einen sogenannten „Blackout“ (auf deutsch „Aussetzer“, mehr dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/Aussetzer). Viele Betroffene mit Prüfungsangst kennen das. Weitere Formen der kognitiven Reaktion sind Konzentrationsmangel oder Denkblockaden.

Emotionale Ebene

Auf der emotionalen Ebene reagieren Menschen mit Angst, Schreck oder Panik auf stressige Situationen. Es zeigt sich häufig eine gewisse Nervosität und Verunsicherung. Außerdem kann Stress auf der Gefühlsebene auch zu Gefühlsstau beziehungsweise Affektstau führen (mehr dazu http://www.therapeut-berlin.de/index.php?option=com_content&view=article&id=6631:induzierter-wahn&catid=39:a&Itemid=1). Eine häufig zu beobachtende Reaktion ist auch Wut oder Gereiztheit.

Vegetativ-hormonelle Ebene

Auf der vegetativ-hormonellen Ebene zeigt sich Stress beispielsweise durch einen trockenen Mund oder auch das Gefühl einen Kloß im Hals zu haben. Außerdem gibt es Symptome wie Herzklopfen, Herzstiche oder Kurzatmigkeit. Je nachdem wie der betroffene Mensch veranlagt ist kann es durch Stress auch zu einem flauen Gefühl im Magen oder auch zu einem Enge-Gefühl in der Brust kommen. Schwitzen, Erröten, Tränen oder weiche Knie gehören ebenfalls zu den Reaktionen des vegetativen Nervensystems, die automatisch und nicht kontrollierbar ablaufen.

Muskuläre Ebene

Auch auf muskulärer Ebene zeigen sich Stressreaktionen. So gehören die starre Mimik, ein verzerrtes Gesicht oder eine nervöse Gestik ebenso zu den typischen Merkmalen wie Fingertrommeln, Zittern, Zucken, Zähneknirschen, Faustballen, Stottern, Fußwippen, Rückschmerzen oder auch Spannungskopfschmerzen.

Entspannung angesagt

Die vier Ebenen der Stressreaktionen sind mehr oder weniger gut beobachtbare Zeichen über den Zustand des Klienten. Entspannung und Entspannungstechniken helfen den Stresszustand zu mildern und unterstützen so den Coaching-Prozess.

Wann waren Sie das letzte Mal gestresst? Was tun Sie gegen Stress? Was stresst Sie besonders?