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Lernen, Spielen, Streiten. Selbstbehauptungs- und Konflikttraining an Grundschulen

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Konflikte, Streitereien oder in weiter fortgeschrittenen Fällen sogar Intrigen und Mobbing, gehören zum Alltag unseres sozialen Zusammenlebens. Im beruflichen und schulischen Bereich sind sie ein bedeutender Hemmstoff für die Produktivität aller Beteiligten. Deshalb wird viel Zeit, Mühe und auch Geld für die Beilegung zwischenmenschlicher Konflikte, wie z.B. in Streitschlichtungs-Programmen, aufgebracht. Basierend auf unserer mehr als 18-jährigen Erfahrung, aus Projekten an Schulen und öffentlichen Einrichtungen, bieten wir Ihnen mit unserem Konzept nettwork-komm ein umfangreiches Trainingsprogramm an, welches Grundschulkinder befähigt, ihre Konflikte untereinander nachhaltig zu lösen. Darüber hinaus ist die Bereitschaft der Lehrer, dieses Konzept im folgenden Schulalltag anzuwenden und die Schüler dabei zu unterstützen, optimale Voraussetzung.

In der Konfliktlösung wird häufig so verfahren, dass man versucht „Täter“ und „Opfer“ zu identifizieren, den „Täter“ zu sanktionieren und evtl. das „Opfer“ zu entschädigen. Für Kinder und Jugendliche kann es sehr schwierig sein ein solches Verfahren zu durchlaufen, da es ein hohes Maß an Empathie abverlangt. Ein wütendes Kind, welches sich vielleicht sogar ungerecht behandelt fühlt, wird kaum in der Lage sein, sich die Bedürfnisse eines anderen Kindes bewusst zu machen. Es ist viel mehr mit seinen eigenen unerfüllten Bedürfnissen beschäftigt und möchte, dass auch diese angehört werden. Selbst für Erwachsene ist es oft extrem schwierig die Fertigkeiten aufzubringen, die ein solches Verfahren voraussetzt. Darüber hinaus kann diese Vorgehensweise sehr langwierig und wenig nachhaltig sein oder den Konflikt sogar verschlimmern.

Aus diesen Gründen verfolgen wir mit unserem Konzept einen anderen Ansatz. Die zentrale Frage bei jedem Konflikt lautet nicht mehr „wer hat angefangen?“ oder „was genau ist passiert?“, sondern „was benötigst du/ihr, damit es aufhört?“. Der Focus liegt somit einzig und allein auf der Beilegung des Konflikts und nicht länger auf der Erörterung der Einzelheiten. Themen wie Schuld und Bestrafung spielen, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle. Während des Projekts lernen die Schüler auf spielerische Weise, eine neue Art des Streitens kennen. Denn es ist nicht Ziel das Streiten abzuschaffen. Es ist nämlich wichtiger Bestandteil des sozialen Entwicklungsprozesses eines Kindes. Vielmehr geht es darum, den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Konflikte untereinander zu lösen. Unser Konzept muss nur einmalig eingeführt werden und verselbstständigt sich danach, durch die Anwendung im Schulalltag. Nachfolgende Schülerjahrgänge übernehmen die neue Streitkultur von den älteren Schülern, die das Konzept bereits verinnerlicht haben.

In der Anfangsphase unterstützen die Lehrer ihre Schüler darin, die alten Konditionierungen des Streitens allmählich umzuwandeln. Daher ist es wichtig zu verstehen, dass die Lehrer teil des Projekts sind. Wie bereits oben erwähnt, ist die Bereitschaft unser Konzept in der Folge anzuwenden, zwingend für den Erfolg.

Zielgruppe

Dieses Konzept ist speziell für Grundschulen entwickelt, da dort gewissermaßen der Anfang des sozialen Umgangs miteinander liegt. Man könnte zwar schon im Kindergarten ansetzen. Doch in diesem Alter entwickeln Kinder erst die nötige soziale Reife, um unser Konzept anzuwenden.

Mit Abschluss des Projekts haben die Schüler eine neue Art der Konfliktlösung kennen gelernt, die ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Streitigkeiten in Zukunft weitestgehend untereinander zu lösen. Dadurch werden Lehrer entlastet und haben deutlich mehr Zeit und Energie ihrer eigentlichen Arbeit, der Lehrtätigkeit, nachzugehen. Gleichzeitig lernen die Schüler einen selbstbewussten und selbstständigen Umgang mit ihren eigenen Grenzen und Bedürfnissen. Sie werden außerdem darin geschult, wann sie Hilfe von Erwachsenen (Lehrern) brauchen und wie sie sich diese verschaffen. Somit ist es nicht länger primäre Aufgabe der Lehrer Konflikte beizulegen. Sie stellen vielmehr die Ultima Ratio dar, auf die Schüler in letzter Instanz zurückgreifen können.

Inhalte

  • Was ist ein Konflikt
  • Wie kann ein Streit beginnen
  • Wie kann ich einen Streit beenden
  • Grenzen setzen, Selbstbewusstsein stärken
  • Wie und wann hole ich mir Hilfe bei anderen Schülern
  • Wie und wann hole ich mir Hilfe bei Lehrern
  • Eigene Bedürfnisse identifizieren, die Bedürfnisse der anderen achten

Sonstiges

  • Das Konzept funktioniert nur als komplettes Schulprojekt und wird im Klassenverband durchgeführt
  • Unsere Arbeit ist kindgerecht und dem Alter entsprechend angepasst
  • Wir arbeiten mit positiven, kraftvollen Erfahrungen
  • Das Training basiert auf der Grundlage von Achtung und Wertschätzung

Dauer pro Klasse

  • Sechs Schulstunden auf drei Tage verteilt
  • Drei Blöcke à zwei Schulstunden pro Klasse, an drei verschiedenen Tagen
  • An einem der drei Tage, findet eine interaktive Konzeptpräsentation für die Lehrer statt, die zwei Zeitstunden umfasst
  • Die Teilnahme der Lehrer ist obligatorisch

Investition

Die Investition gestaltet sich nach Umfang des Projekts. Um dieses Konzept näher kennen zu lernen, bieten wir Ihnen ein persönliches Gespräch und/oder eine kostenlose Infoveranstaltung an. Wir freuen uns über Ihre Anfrage und stehen Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung.