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„M“ – Methoden der Einflussnahme

by Frank Seifert.

M“ – Methoden der Einflussnahme

© De Vries

Heute geht es im „Coaching ABC“ um die Methoden der Einflussnahme – also um jene manipulativen kommunikativen Prozesse die Jemanden dazu bringen sollen, etwas Bestimmtes zu tun oder auch zu unterlassen. Dabei meint der Begriff Methode, die Art und Weise, um ein Ziel erreichen (mehr dazu unter https://de.wiktionary.org/wiki/Methode).

Auswahl kein Zufall

Die Auswahl der Methoden der Einflussnahme sind kein Zufall und werden bei Erfolg regelmäßig (methodisch) angewendet. Um welches Vorgehen es sich bei jedem Einzelnen handelt, ist wahrscheinlich geprägt von den individuellen Erfahrungen beispielsweise in der Kindheit.

Einfluss und Macht

Einfluss und Macht werden häufig synonym verwendet. Allerdings streitet sich die Wissenschaft, ob Macht und Einfluss gleichbedeutend sind (mehr dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/Einfluss). Wenn der Mensch allerdings die Erwartung hat, keinen Einfluss auf die Umwelt zu haben, dann kann das sehr negative Auswirkungen auf die Psyche haben. In einem Zustand der erlebten Machtlosigkeit, also ohne jedes Gefühl von Einflussmöglichkeiten auf die Umwelt/Situation (Kontrollverlust), sprechen die Psychologen auch von „erlernter Hilflosigkeit“ (mehr dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/Erlernte_Hilflosigkeit). Dieses Modell dient der Erklärung bestimmter Formen der Depression.

Beeinflussung in der Therapie

Im Coaching oder auch in der Therapie gehören Methoden der gezielten Manipulation im Sinne des Prozesses zum Werkzeug des Therapeuten bzw. des Coaches. Insbesondere in der Provokativen Therapie von Frank Farelly werden diese Methoden sehr kunstvoll eingesetzt (mehr dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/Provokative_Therapie). Eine sehr wirkungsvolle Praxis ist dabei der „Advocatus diaboli“, also des „Teufels Anwalt“. Der Coach übernimmt dabei die Position dieses Anwalts, der den Klienten dazu auffordert, immer mehr von denselben schädlichen – und blockierenden Handlungen zu tun. Auf diese Weise wird dem Klienten die Absurdität seiner Verhaltensweisen gespiegelt und gleichzeitig sein Widerstandsgeist geweckt. In der Hypnose-Therapie beispielsweise finden sich sogenannte „hypnotische Sprachmuster“ wie Implikationen, Metaphern oder Suggestionen. Dem Klienten werden mittels dieser Techniken bestimmte Glaubenssätze direkt in das Unterbewusste gewissermaßen eingepflanzt. Allerdings funktioniert diese Art der Manipulation nicht ohne das Einverständnis des Patienten.

Alltägliche Methoden

Strategien der Alltagsbeeinflussungen passieren überall wo Menschen zusammen kommen, wie beispielsweise im Büro. Insbesondere wenn dort um Positionen oder Argumente gerungen wird, kann es beispielsweise zu Drohungen, Heruntermachen der Argumente des Anderen, Fremdargumente ins Feld führen oder Autoritätsentzug kommen. In engeren sozialen Strukturen wie beispielsweise Familien kommen häufiger die sogenannten „Psycho-Edukativen-Methoden“ zum Einsatz. Hier zu nennen sind vor allem der „erhobene Zeigefinger“ oder das Schmeicheln etc.

Was sind Ihre Erfahrungen mit diesen Techniken? Was wenden Sie überwiegend an?